Wir freuen uns auf Sie!

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 Auf das falsche Pferd gesetzt.

Manchmal mühen wir uns und sind von einer Idee überzeugt und setzten alles daran. Und doch stimmt das Ergebnis nicht. Da hat man gemeint diese Idee oder diese Technik oder diese Meinung wird sich durchsetzen und am Ende erinnert sich keiner mehr daran.

So muss es den Anhängern um Jesus ergangen sein. Sie hatten eine Vorstellung von dem was Jesus leisten sollte. Sie setzten auf den neuen König. Jesus sollte der Revolutionär sein, der ein neues Israel aufbaut. Die Erinnerungen an die starken Könige David und Salomo sind noch stark. Jesus sollte ein neuer starker König werden. Er machte auch so vieles anders als alle anderen. Er war für andere Menschen da, er kümmerte sich nicht um seinen Vorteil und er hatte Fähigkeiten, die ihn als besonderen Menschen kennzeichnen. Er heilte. Äußerlich und Innerlich.

Israel war besetzt von den Römern. Die eigene Regierung opponierte mit den Besatzern. Jetzt mußte einmal was passieren und dieser Jesus wird schon der richtige Weg oder sagen wir es salopp – das richtige Pferd sein.

Sie wollen ihn zum König machen. Doch Jesus handelt anders! Eigentlich hätten die Anhänger Jesu es wissen müssen. Er tat gerade das nicht, was so alle von ihm erwarteten. Es geht nicht um Gewalt und Macht, sondern um Gewaltlosigkeit und Frieden.

Die Menge des Volkes bekommt davon nicht viel mit. Sie jubelt Jesus zu und will diesen stillen Revolutionär auf den Thron heben. Aber er scheitert. Jesus wird hingerichtet, wie es damals durchaus üblich war. Er wurde gekreuzigt. Auf das falsche Pferd gesetzt. 

Und doch wissen wir, dass alles anders kam. Mit Gott können wir keine Planspielchen machen. Er macht nur deutlich, ich gehe einen anderen Weg. Die Welt hat ihre eigenen Gesetze. Jesus macht klar, mit mir geht es auch anders. Jesus kümmert sich besonders um die Ausgestoßenen und die Verdrängten. Er kümmert sich um die Kranken und die nicht mehr Leistungsfähigen. Er dreht die Weltordnung um. Nicht der Ellenbogen ist Sieger, sondern die hilfereichende Hand.

Vielleicht hilft uns diese Sicht unsere Welt zu verändern. Gegen Gewalt hilft nicht noch mehr Gewalt. Gegen Leistungslosigkeit hilft nicht noch mehr Leistung.

Wir brauchen nicht mehr auf Macht und Gewalt zu setzen, denn Gott macht uns Hoffnung, daß Sanftmut und Liebe die Welt bewahren werden.

Und dann werden wir erleben, dass Jesus doch ein König ist. Ein König der Versager, der Gescheiterten, der Verdrängten.

Er ist der, der die Menschen annimmt so wie sie sind. Mit der krummen Nase, mit der unheilbaren Krankheit, mit den täglichen Ängsten.

Und wir werden Ostern hören, dass dies der einzige Weg ist zum Leben.

Halten wir uns an Jesus Christus, der die Welt verändert wie nur Gott es kann. Betreten wir seinen Weg und bringen wir seine Art und Weise zu den Menschen und werden so Botschafter des so ganz anderen Königs. Setzen wir auf das richtige Pferd!


Ihnen allen eine gesegnete Passionszeit und fröhliche Ostern!

Ihr Pastor Klaus-Peter Bregas

 


 




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